GARATH IN BILDERN

 

 

Kunstfoto: Garath aus der Vogelperspektive

 

Düsseldorf-Garath ist ein Stadtteil im Süden von Düsseldorf (zum Stadtbezirk 10 gehörend) mit etwa 19.000 (Stand 2015) Einwohnern auf einer Fläche von 3,64 Quadratkilometern. Er ist 1964 aus dem Besitz des Grafen von Burgsdorff, aus einem kleinen Siedlerdorf entstanden. Benannt wurde der Düsseldorfer Stadtteil nach dem Schloss Garath. Es war geographischer, organisatorischer, politischer und nicht zuletzt auch wirtschaftlicher Mittelpunkt eines halben Dutzends Häuser und Höfe.

 

 

Wahrzeichen von Garath: Das Sonnenrad

 

Vor der Freizeitstätte in der Fritz-Erler-Straße wurde im Sommer 1976 eine Stahlplastik (Sonnenrad) von Friedrich Becker aufgestellt. Die Plastik ist 8,50 Meter hoch und hat zwei 4,5 Meter durchmessende, gegenläufige Räder. Diese drehen sich gegenläufig und werden durch den Wind angetrieben. 

 

 

Die Freizeitstätte Garath

 

Eine Freizeitstätte für Kinder und Jugendliche sowie für Eltern und Senioren. Im Gebäude sind außerdem die Stadtbücherei, das Netzwerk „Zentrum plus“ und ein Café untergebracht. Im großen Saal finden regelmäßig Kinovorführungen und Veran-staltungen aller Art statt. Auch Nachwuchskünstlern wird hier eine Bühne geboten.

 

 

Gut Hellerhof

 

Früher bestand Hellerhof fast ausschließlich aus dem schon um 1440 erwähnten „Hoff zu Hellendail“. Die Stadt Düsseldorf kaufte den als „Musterhof“ bekannten Althellerhof. Der Name des Stadtteils leitet sich von diesem alten Bauernhof ab. 

 

 

Das Garather Schloss

 

Das heutige Schloss der Herren von Garderode entstand um 1890, als der Architekt Schleicher die mittelalterliche Vorgänger-Anlage umbaute. Im Jahre 1912 erfolgten weitere Umbauten zu einem Landsitz unter dem Architekten Wöhler. Im Park befindet sich eine neobarocke Schlosskapelle die ebenfalls durch den Architekten Wöhler erbaut wurde. Sie dient zu bestimmten Anlässen der evangelischen Kirchengemeinde Garath.

 

 

Garath modern: Solarsiedlung

 

Die Solarsiedlung im Nordwesten Garaths ist eines der größten Solarsiedlungsprojekte europaweit. Neben den energetisch heraus-ragenden Aspekten stand für uns die Stadtteil-Erneuerung gleichermaßen im Vordergrund. Entstanden ist so ein Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum sowie Wohnformen und Wohnungstypen für unterschiedliche Lebenssituationen.  2015 War Fertigstellung. 

 

 

Wahrzeichen Hellerhofer Schmetterling

 

Die Schmetterlings-Skulptur des Bildhauers Heinz Sinzig wurde 1999 vom Bürgerverein Hellerhof für das Einkaufszentrum gestiftet. Aus der Vogelperspektive gleicht der Stadtteil einem Schmetterling. In der Mitte werden die Stadtteile von der A59 durchschnitten und dadurch in Ost und West geteilt sowie auf beiden Seiten in Nord und Süd. Hellerhof ging aus dem südöstlichen Drittel Garaths hervor, und in den 80er Jahren begann man mit der Bebauung von zumeist Ein- und Zweifamilienhäusern. Zu dieser Zeit gab es den Werbeslogan "Wohnen in Düsseldorf - grünes Hellerhof", dessen Zeichen ein rosafarbener Schmetterling war. 1999 wurde dann der aus portugiesischem weißen Marmor gefertigte Schmetterling an dieser Stelle als Stadtsymbol aufgestellt.

 

 

Feuerwehr-Rettungswache 6

 

Die Feuer- und Rettungswache in Garath ist die sechste in Düsseldorf. Sie beinhaltet seit 1982 eine Berufsfeuerwehr, eine Freiwillige Feuerwehr und die Feuerwehrschule. Die Freiwillige Feuerwehr besteht bereits seit dem 23. Februar 1913.

 

 

Anne-Frank-Haus: Jugendfreizeiteinrichtung

 

Das Anne-Frank-Haus ist ein Gemeindezentrum mit dem Schwerpunkt auf der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Architektonisch wurde die Einrichtung so konzipiert, dass es möglich ist, sowohl Gottesdienste als auch Fachtagungen, Seminare, Konzerte oder die originären Aufgaben einer offenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung durchzuführen.

 

 

Das moderne Biomasse-Heizkraftwerk

 

Ein zentrales Heizwerk sollte in Garath die Wärme für Heizung (Fernwärme) und Warmwasser erzeugen. Mit diesem Fernwärmekonzept sollten die Rauchgase vieler kleiner Koks- und Ölöfen vermieden werden. Anfang der sechziger Jahre erhielten die Stadtwerke Düsseldorf von der Stadtverwaltung den Auftrag, das noch zu bauende Garath mit Wärme zu versorgen. Im Jahr 1965 ging das Heizwerk, steinkohlegefeuert in Betrieb und ersetzte stufenweise die seit 1962 arbeitenden Provisorien. Durch den etwa 100 Meter hohen Schornstein war Garath immer auch aus großer Entfernung zu erkennen. Es war das erste entschwefelte und entstickte Kraftwerk der Welt.

 

1998 wurde das Heizwerk auf Erdgasbetrieb umgerüstet, dadurch entfielen die unzähligen LKW-Transporte für die Kohleanlieferung und den Schlackenabtransport. Seitdem wird das Heizwerk vom größtem Kraftwerk Düsseldorfs, der Lausward im Hafen, ferngesteuert, so dass die Anlage ohne Personal arbeitet.

 

Äußerlich ist diese Umstellung an dem neuen ca. 60 Meter hohen Metallschornstein zu erkennen; der gemauerte Kamin wurde abgerissen. Seit Dezember 2002 lassen die Stadtwerke den Schornstein und das Kesselhaus, mit seiner Glasfassade, in hellem, grünem Licht erstrahlen. Da für dieses Kunstwerk nicht die von der zuständigen Landesbehörde notwendige Genehmigung eingeholt wurde, mussten die Lichter bis zur Klärung für einige Monate ausgeschaltet werden. Ende 2007 wurde das Gaskraftwerk mit einem Biomasse-Heizkraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf ergänzt.

 

 

Altenzentrum St. Hildegardis

 

Es soll auf dem Grundstück der ehem. Hoffnungskirche neu errichtet werden, da das bestehende Altenheim nicht mehr den Erfordernissen entspricht (Stand 2017). 

 

 

Die Bürgerwiese "Grüne Perle von Garath"

 

Lange wurde in der Bezirksvertretung 10 über den Bau und die Verschönerung der Bürgerwiese diskutiert die Anfang 2017 für rund 100.000 Euro renoviert und verschönert wurde. Im Rahmen ehrenamtlichen Engagements wird die Wiese von Peter Ries zwei Mal in der Woche gepfegt. 

 

 

Der Schlosspark Garath

 

Der Park am Schloss Garath geht in seiner heutigen Gestalt auf das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert zurück. Doch reicht seine, insbesondere hinsichtlich der Besitzer, wechselvolle Geschichte deutlich weiter zurück. In der Reihe der unterschiedlichen Eigentümer ist Emmerich Raitz von Frentz für den Park von Bedeutung. Er hatte als erster um 1840 eine kartographische Aufnahme des Rittergutes Haus Garath und zugehöriger Ländereien veranlasst, die auch einen großen Garten südlich von Haus Garath verzeichnete. Als 1883 der Besitz erneut verkauft wurde, werden im Vertrag ein großer Gemüsegarten, ein Obsthof, ein Blumengarten sowie eine Parkanlage mit Wasser und mehreren Brücken erwähnt.

 

 

Blick auf das Herrenhaus

 

Wenig später ging der Besitz abermals in neue Hände. Der Landwirt Paul Poensgen erwarb das Rittergut, veranlasste den Abriss des alten Gebäudes sowie den Neubau eines Herrenhauses, das 1891 fertig gestellt war. Auf Fotografien sind das Gebäude mit seinem auffälligen Zwiebelturm und der Park überliefert. Schon damals gab es das Blickfenster vom Schlossvorplatz über die damals noch aufgestaute Wasserfläche des Garather Mühlenbachs auf die Weidefläche, die noch heute neben der Zufahrtsallee erhalten ist. Die Flächen am Riethrather Bach vor dem Schloss waren gärtnerisch aufwändig gestaltet und noch nicht von groß gewordenen Bäumen beschattet. 1907 wurde der gesamte Besitz erneut verkauft. Der neue Eigentümer Albert von Burgsdorff ließ 1912 das noch relativ neue Herrenhaus abreißen und durch den Bau, der heute stets "Schloss" Garath genannt wird, ersetzten. Die Pläne hierzu lieferte der Architekt Max Wöhler. Vermutlich wurde bei diesen Arbeiten der Park nicht wesentlich verändert.